deutscher Schriftsteller; Werke: Lyrik, Erzählungen, Hörspiele, Essays, Übers. und Kritiken, u. a.: "Ein Fußbreit Leben", "Stadtplan", "Der Flug der Möwen", "Die Bewegung der Erde", "In den Gedächtnisfächern"; "Im Bunker. 100 x mal Literatur unter der Erde" (Hrsg.), "Die Ankunft des Frühlings"
* 23. Juni 1926 Riga (Lettland)
Herkunft
Walter Neumann, ev., wurde am 23. Juni 1926 als Sohn eines Bankbeamten in Riga (Lettland) geboren. Seine Mutter war Sekretärin.
Ausbildung
N. besuchte zunächst die Grundschule in seiner Heimatstadt. 1939 kam er im Zuge der Umsiedlung der Deutschbalten nach Deutschland. Von 1940 an wohnte er in Thorn (Westpreußen), wo er das Gymnasium besuchte, bis er im Frühjahr 1944 zum Kriegsdienst in der deutschen Wehrmacht einberufen wurde. Nach dem Krieg absolvierte N. eine Maurer-Lehre (1947-1949) und später das Bibliothekar-Institut in Köln (Abschluß 1969 als Diplom-Bibliothekar).
Wirken
Ende 1945 wurde N. aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft nach Bielefeld entlassen und war dort zunächst als Hilfsarbeiter tätig. Anschließend arbeitete er bis 1947 als Dolmetscher für Englisch bei der Besatzungsmacht. Eine Zeitlang verdiente er seinen Lebensunterhalt als Maurer, von 1951 bis 1962 war er als Technischer Zeichner und als Techniker bei ...